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Gedanken sind einfach da und ich habe lange geglaubt, dass ich genau das bin. Alles, was in mir auftaucht, alles, was ich denke, fühle und erinnere, schien zu mir zu gehören, als wäre es ein fester Bestandteil meiner Identität. Wenn ich heute darauf schaue, wirkt es fast selbstverständlich, doch genau dort beginnt die eigentliche Verwirrung. Denn wenn wir auf die Welt kommen, bringen wir all das nicht mit. Da ist kein fertiges Selbstbild, keine Überzeugung darüber, wie die Welt funktioniert oder wer wir darin sind. Eher ein offener Raum, etwas Ungeformtes, etwas, das noch nicht festgelegt ist. Und dann beginnt es fast unbemerkt. Wir hören, wie über Dinge gesprochen wird. Wir spüren, was erwartet wird. Wir lernen, wie wir sein sollen, was richtig ist, was falsch ist, was möglich ist und was nicht. Zuerst in der Familie, später in der Schule, im Freundeskreis, im Beruf und irgendwann auch durch all das, was uns täglich von außen erreicht. Mit der Zeit entsteht daraus ein inneres Geflecht aus Gedanken und Überzeugungen, das sich so vertraut anfühlt, dass wir es nicht mehr hinterfragen. Es klingt nach uns, es fühlt sich nach uns an und genau deshalb halten wir es für uns. Ich habe das lange nicht bemerkt. Erst als ich angefangen habe, meine eigenen Gedanken wirklich zu beobachten, wurde mir klar, wie viel davon ich einfach übernommen habe. Sätze, die ich nie bewusst gewählt habe. Überzeugungen, die irgendwann zu mir gefunden haben und geblieben sind, ohne dass ich sie je geprüft habe. Und genau an diesem Punkt entsteht eine andere Form von Aufmerksamkeit. Ich beginne, meine Gedanken nicht nur zu denken, Ich beginne sie wirklich zu sehen. Die ruhige Frage im Hintergrund, die alles ein Stück weit verschiebt: Sind das wirklich meine Gedanken? Was du denkst, ist selten nur deins Wenn ich meine Gedanken weiter beobachte, wird mit der Zeit etwas sehr deutlich, das ich früher so nie gesehen habe. Viele dieser Gedanken sind nicht einfach in mir entstanden. Sie haben eine Geschichte, einen Ursprung, einen Kontext, in dem sie gewachsen sind. Und je genauer ich hinschaue, desto klarer wird, wie viel davon ich übernommen habe. Am Anfang steht die Familie. Die ersten Sätze, die wir hören, die Art, wie über das Leben gesprochen wird, wie über Geld gedacht wird, über Beziehungen, über Erfolg, über das, was möglich ist und was nicht. All das prägt sich ein, oft ohne dass wir es bewusst bemerken. Später kommt die Schule dazu, das Umfeld, Freundschaften, erste Erfahrungen außerhalb dieses geschützten Rahmens. Neue Gedanken, neue Sichtweisen, neue Bewertungen. Und mit jeder Phase wird das innere Geflecht dichter. Im Laufe der Jahre erweitert sich dieser Raum immer weiter. Gesellschaftliche Vorstellungen, kulturelle Prägungen, politische Haltungen, die Grundstimmung eines Landes oder sogar eines ganzen Kontinents. Überall entstehen Überzeugungen darüber, wie die Welt ist und wie man sich in ihr zu bewegen hat. Und heute kommt noch etwas hinzu, das in dieser Intensität früher nicht da war. Social Media. Gedanken, Meinungen, Bewertungen, die sich in einer Geschwindigkeit verbreiten, die kaum Raum lässt, sie wirklich zu prüfen. Dinge, die wir sehen, lesen, aufnehmen und oft schneller übernehmen, als wir es selbst bemerken. Wenn ich das alles zusammensetze, entsteht ein sehr klares Bild. Ein großer Teil dessen, was ich lange für „meine Gedanken“ gehalten habe, ist ein Geflecht aus Einflüssen, Erfahrungen und übernommenen Überzeugungen. Dinge, die sich im Laufe der Zeit in mir angesammelt haben und irgendwann so vertraut wurden, dass ich sie nicht mehr hinterfragt habe. Und genau hier wird es interessant. Denn wenn Gedanken kommen und gehen und wenn so viele davon geprägt sind durch das, was ich erlebt und übernommen habe, dann stellt sich die Frage noch einmal neu, vielleicht klarer als zuvor: Was davon gehört wirklich zu mir? Und was zeigt sich einfach in mir, ohne dass ich es festhalten muss? Retreats für Frauen - Zeit für dich
im Ashram Mallorca Finde heraus, was dich gerade wirklich anspricht.
Oft entsteht genau dort ein Impuls, der dich weiterführt. Glaubenssätze und Überzeugungen -
das unsichtbare System, das dein Leben formt Wenn ich tiefer gehe, stoße ich auf eine Ebene, die noch unauffälliger ist als Gedanken und gleichzeitig viel stärker wirkt. Glaubenssätze und Überzeugungen. Sie tauchen selten bewusst auf und genau deshalb haben sie so viel Einfluss. Sie laufen im Hintergrund, formen Entscheidungen, bestimmen, wie ich mich selbst sehe und was ich mir zutraue. Und lange Zeit habe ich sie nicht einmal als solche erkannt. Es waren einfach "Sätze, Bewertungen, Kritik"in mir. Über mich. Über das Leben. Über das, was möglich ist und was nicht. Erst mit etwas Abstand wird sichtbar, wie früh viele davon entstanden sind. Sätze, die ich gehört habe, die ich übernommen habe, die sich wiederholt haben, bis sie sich wahr angefühlt haben. Einige tragen. Andere begrenzen. Die größte Wirkung haben die Überzeugungen, die die so selbstverständlich geworden sind, dass sie gar nicht mehr auffallen. Ich habe irgendwann begonnen, sie bewusst wahrzunehmen. Ich richte meine Aufmerksamkeit darauf, sie klar zu erkennen. Dabei wird sichtbar, was in mir wirkt und sich über Jahre ungeprüft aufgebaut hat. Allein das verändert schon vieles. Denn in dem Moment, in dem ein Glaubenssatz sichtbar wird, verliert er ein Stück seiner Selbstverständlichkeit. Hier beginnt Veränderung. Ein Glaubenssatz wird sichtbar, überprüft, verstanden und verliert an Gewicht. Manche lösen sich einfach auf.. Andere werden bewusst ersetzt. Und plötzlich entsteht ein neuer Raum. Raum für Gedanken, die sich stimmiger anfühlen. Raum für eine innere Ausrichtung, die nicht mehr nur aus übernommenen Überzeugungen besteht. Und vielleicht zeigt sich genau hier wieder diese Frage, diesmal auf einer noch tieferen Ebene: Wenn selbst meine Glaubenssätze veränderbar sind, wer bin ich dann wirklich? Für diese Form von Klärung hilft ein klar gehaltener Raum. Das Herzfeuer Retreat oder die Heart Blooming Journey setzen genau dort an – mit Fokus auf Erfahrung und Verkörperung. |
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April 2026
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